Vorratsdatenspeicherung

Laut „Berliner Zeitung“ und „Frankfurter Rundschau“ speichern Vodafone und Co. die Nutzungsdaten ihrer Kunden deutlich länger als zulässig.
Die Daten werden teilweise bis zu sechs Monate lang gespeichert. Diese Daten umfassen wer mit wem in welcher Funkzelle wie lange gesprochen hat. Zudem wird erfasst wer von wem SMS empfangen hat oder an wen SMS von wem gesendet wurden. In manchen Fällen wird sogar die eindeutige IMEI-Nummer des Handys gespeichert.
Durch diesen Umgang verstoßen die Mobilfunkanbieter jedoch gegen ein Urteil des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahre 2010, aus dem hervorgeht, dass nur die Daten für sechs Monate gespeichert werden dürfen, die für die Abrechnung von Gesprächen relevant sind.
Das Vorgehen der Mobilfunkanbieter sei somit illegal. Einzig und allein o2 löscht die nicht für die Abrechnung von Gesprächen relevanten Daten bereits nach sieben Tagen und hält sich damit an den Paragraf 97 des Telekommunikationsgesetzes und an das Urteil des Bundesverfassungsgerichts.
Die Debatte um die Vorratsdatenspeicherung dürfte somit in die nächste Runde gehen. Hoffentlich ist bald Schluss mit der Datensammelwut einiger Unternehmen…

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