Uberspace: Webhosting für Nerds

Vor einiger Zeit habe ich einen Artikel über ownCloud verfasst, in dem ich unter anderem auf die Notwendigkeit einer SSL-verschlüsselten Verbindung hingewiesen habe. Da mein SSL-Zertifikat demnächst ausläuft und mir ein Wildcard SSL-Zertifikat momentan etwas zu kostspielig ist, habe ich mich auf die Suche nach Alternativen begeben. Freilich, ein „normales“ SSL-Zertifikat hätte es natürlich auch getan, ein SSL-Proxy ebenfalls, jedoch schwebte mir da irgendwie etwas Anderes vor. Etwas Nerdigeres. Ich suchte also nach etwas Neuem, Unbekanntem, nach Etwas, das einem technikverliebten Nerd wie mir gefallen könnte.

Fündig wurde ich bei Uberspace, einem relativ neuen Hoster mit interessantem Geschäftsmodell. Auf den ersten Blick erschien mir das zu schön um wahr zu sein. Die gebotenen Features der Server erfüllen sämtliche Gelüste eines Nerds wie mir und das zu einem monatlichen Preis, den ich selbst bestimmen kann. Auch der Support soll laut Uberspace nicht zu kurz kommen.

Doch kann all Dies wirklich funktionieren? Kann es wirklich einen Hoster geben, der durch diese Menge an Features, exzellenten Support, stabile Server, sehr gute Uptime der Server und derartigem Geschäftsmodell glänzen kann? Kann dieser Traum eines jeden Nerds tatsächlich in Erfüllung gehen?

Ja, er kann!
Ich habe nun den kostenfreien Testmonat nahezu hinter mir und kann reinen Gewissens behaupten, dass ich schon lange nicht mehr derart entzückt war. Es passt einfach Alles.
Man erhält 10 GB Speicher und 100 GB Traffic auf für Shared-Hosting ungewöhnlich starken Servern. Sehr gut finde ich die Tatsache, dass auf jedem Server nur so viele Kunden untergebracht werden wie der Server locker verkraften kann.

Der Zugriff auf den eigenen Userspace erhält man mittels SSH und SFTP bzw. SCP. Wer ein Adminpanel à la Parallels oder Confixx sucht wird bis auf phpMyAdmin nicht fündig. Wer hier keine Unix-Kenntnisse mitbringt wird mit dem Angebot wohl nicht glücklich werden.

Da bei meiner Suche nach etwas Nerdigem natürlich auch das Thema Sicherheit von Relevanz war, beleuchtete ich auch dieses Thema. Die Verbindung zum Userspace ist standardmäßig mittels Wildcard SSL-Zertifikat verschlüsselt, sprich der Webspace kann mit dem sicheren HyperText Transfer Protocol https erreicht werden. Adminbereiche von Blogs oder Ähnlichem sollten somit relativ sicher erreichbar sein. Weitere Sicherheit verspricht die Abgrenzung der auf dem Server befindlichen Userspaces. Man kann somit nur in seinem eigenen Userverzeichnis arbeiten. Des Weiteren laufen die Apache Server mit suEXEC, so dass auch hier kein ungewollter Zugriff auf Daten anderer User erfolgen kann.

Eine Übersicht über die vorhandenen Features und deren Dokumentation lässt sich im umfangreichen Doku-Wiki finden. Hier wurden auch die meisten meiner Fragen bereits schon im Vorhinein beantwortet. Wer aus dem Doku-Wiki dennoch nicht ganz schlau werden sollte, kann sich gerne an den kompetenten Support wenden. Dies kann entweder per Mail, per Telefon oder auch über Twitter erfolgen. Da ich den Support bisher noch nicht benötigt habe, kann ich leider zu dessen Qualität noch keine Auskunft geben. Sobald ich den Support in Anspruch genommen habe werde ich den Artikel natürlich entsprechend erweitern.

Fazit:

Uberspace ist einer der besten Hoster, dem ich bisher begegnet bin. Nicht nur die gebotenen Features wissen zu überzeugen, sondern auch der Support scheint zu stimmen. Preislich gesehen kann jeder für sich selbst entscheiden, was ihm das Angebot von Uberspace wert ist.
Alles in Allem kann ich Uberspace jedem, der nach einem (neuen) Zuhause für seine Projekte ist, uneingeschränkt empfehlen.

Nachtrag:
Mittlerweile habe ich bei einigen Kleinigkeiten die Hilfe des Supports in Anspruch nehmen müssen und kann nur sagen: „Ich bin begeistert!“
Klasse Support, konkrete Lösungsvorschläge und extrem kurze Reaktionszeiten auf meine Anfragen. Hier bleibe ich gerne Kunde.

1 Kommentar » Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Chris!
    Ich bin ebenfalls Ubernaut und kann Dir nur zustimmen. Den Support habe ich schon öfter in Anspruch genommen und denen ist wirklich keine Anfrage zu dumm, dass sie nicht in Windeseile beantwortet wird.

    Greetz,
    Pete

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